medlager.app

Digitales Bestands- und Bestellsystem für Medizinprodukte auf Feuerwachen

medlager.app

Falscher PIN

Ausgangssituation

Medizinprodukte der Feuerwache werden über den HelpLine-Webshop der Berliner Feuerwehr bestellt. Der Zugriff auf dieses System ist jedoch ausschließlich über Rechner im internen Feuerwehrnetzwerk möglich.

Im Wachalltag entstehen dadurch mehrere Probleme:

Ziel der Lösung

medlager.app ist ein einfaches webbasiertes System, mit dem der Verbrauch von Medizinprodukten direkt beim Entnehmen dokumentiert werden kann.

Das System erstellt automatisch eine aktuelle Bestellliste, die für die wöchentliche Bestellung im HelpLine-Shop genutzt werden kann.

Die Bestellliste kann per QR-Code am Rechner geöffnet, auf dem Smartphone angezeigt oder per Mail an die Dienstadresse gesendet werden. Alle Artikel enthalten bereits die passenden Artikelnummern und Beschreibungen mit den im HelpLine Shop hinterlegten Artikeln.

Grundprinzip

Jede Lagerposition erhält eine digitale Position im System, die über einen NFC-Tag oder QR-Code aufgerufen werden kann.

zaro.medlager.app/p/a1/

Beim Scannen gelangt man direkt zum entsprechenden Artikel.

Start des Scanmodus

Am Eingang des Lagers oder an anderer Position für jeden ersichtlich befindet sich ein QR-Code oder NFC-Tag.

Der Mitarbeiter startet den Scanmodus durch:

zaro.medlager.app/scan/

Material entnehmen

Beim Entnehmen von Material:

Die Dokumentation einer Entnahme dauert nur wenige Sekunden.

Lager auffüllen

Wenn eine Bestellung geliefert wird, kann der Lagerbestand genauso einfach aktualisiert werden.

Infusionsset +20

Automatische Bestellliste

Für jeden Artikel sind hinterlegt:

Unterschreitet ein Artikel den Mindestbestand, erscheint er automatisch in der Bestellliste.

Kennzeichnung der Lagerartikel

Jede Lagerposition erhält ein Artikelschild mit:

Oben links auf dem Artikelschild befindet sich ein QR Code - unten rechts befindet sich ein NFC-Tag, der denselben Link öffnet.

Dadurch können sowohl moderne Smartphones (NFC) als auch ältere Geräte (QR-Code) das System nutzen.

Die klaren Artikelschilder erleichtern außerdem neuen Kollegen oder Vertretungen die Orientierung im Lager.

Sinnvolle und strukturierte Lager- und URL-Struktur

Um das Auffinden von Materialien zu erleichtern, kann das Lager im System nach medizinischen Funktionsbereichen strukturiert werden. Dadurch entsteht eine übersichtliche und logisch aufgebaute Lagerstruktur.

Diese Struktur kann sich beispielsweise an typischen medizinischen Versorgungsbereichen orientieren:

Diese Struktur kann sich sowohl in der physischen Lagerorganisation als auch in der URL-Struktur der Anwendung widerspiegeln.

zaro.medlager.app/airway/
zaro.medlager.app/breathing/
zaro.medlager.app/circulation/
zaro.medlager.app/trauma/

Dadurch entsteht eine klare und nachvollziehbare Systematik, die das Auffinden von Materialien sowie die Pflege der Lagerstruktur erleichtert.

Anpassung von Artikelnummern

Hersteller oder Lieferanten von medizinischen Produkten wechseln regelmäßig. Dadurch ändern sich teilweise die Artikelnummern im HelpLine-Shop.

Im Backend können diese Artikelnummern durch einen Administrator einfach aktualisiert werden, ohne dass die Lagerstruktur geändert werden muss.

Sitzungen und Zugriffsschutz

Das System arbeitet mit zeitlich begrenzten Sitzungen (Sessions). Um Änderungen am Materialbestand vornehmen zu können, muss der Scanmodus zunächst physisch vor Ort im Lager gestartet werden.

Dies geschieht durch das Scannen des QR-Codes oder das Berühren des NFC-Tags am Eingang des Sanitätslagers oder an einer zentralen Stelle im Raum. Erst danach wird eine aktive Sitzung gestartet, in der Materialbewegungen erfasst werden können.

Die Sitzung ist zeitlich begrenzt und läuft nach einer gewissen Inaktivität automatisch ab. Dadurch wird verhindert, dass Bestände dauerhaft offen bearbeitet werden können.

Dadurch ist sichergestellt, dass Änderungen am Lagerbestand nur durch eine physische Anmeldung vor Ort erfolgen können. Ein Zugriff von außerhalb, bei dem beliebige Mengen eingegeben werden könnten, ist dadurch nicht möglich.

Pilotprojekt Feuerwache Urban

Das System kann zunächst als Pilotprojekt auf der Feuerwache Urban eingesetzt werden.

Da die Anwendung webbasiert ist, kann sie später problemlos auf weitere Wachen übertragen werden.

Beispiel für getrennte Lagerumgebungen:

zaro.medlager.app
moka.medlager.app
livo.medlager.app
suri.medlager.app

Vorteile

Die Vorbereitung der wöchentlichen Materialbestellung kann dadurch von bisher etwa 20–30 Minuten auf wenige Minuten reduziert werden.

Kostenübersicht

Fazit

medlager.app bietet eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, die Organisation des Sanitätslagers deutlich zu verbessern.

Materialentnahmen werden direkt dokumentiert, Bestände bleiben automatisch aktuell und Bestellungen können schneller vorbereitet werden.

Das System bildet den gesamten Materialkreislauf digital ab: Entnahme → Bestellliste → Bestellung → Auffüllen.

Durch ein Pilotprojekt auf der Feuerwache Urban kann das System im realen Wachalltag getestet und anschließend auf weitere Wachen übertragen werden.

FAQ

Benötigt man eine App zur Nutzung? +

Nein. Das System läuft vollständig im Browser und kann auf jedem Smartphone genutzt werden.

Funktioniert das System auch ohne NFC? +

Ja. Jeder Artikel besitzt zusätzlich einen QR-Code, der mit der Smartphone-Kamera gescannt werden kann.

Kann jemand von außerhalb den Lagerbestand manipulieren? +

Nein. Änderungen am Bestand sind nur möglich, wenn der Scanmodus physisch im Lager gestartet wurde.

Kann das System später auf weitere Feuerwachen erweitert werden? +

Ja. Jede Wache kann eine eigene Subdomain erhalten, wodurch mehrere Lager parallel betrieben werden können.

Muss in die infrastrukturelle IT der Berliner Feuerwehr eingegriffen werden? +

Nein. Die bestehende IT-Infrastruktur der Berliner Feuerwehr bleibt vollständig unberührt. Die Anwendung läuft als eigenständiges webbasiertes System und nutzt keine internen Netzwerke, Datenbanken oder sensiblen Systeme der Feuerwehr.

Es werden ausschließlich Lagerbewegungen von Verbrauchsmaterial dokumentiert.

Werden personenbezogene Daten gespeichert? +

Nein. Das System speichert ausschließlich Lagerbewegungen von Material. Es werden keine personenbezogenen Daten, Benutzerkonten oder Dienstinformationen gespeichert.

Die Anwendung dokumentiert lediglich Artikel, Mengen und Zeitpunkte von Entnahmen oder Auffüllungen im Lager.

Was passiert, wenn die Anwendung einmal nicht erreichbar ist? +

Der Lagerbetrieb bleibt vollständig funktionsfähig. Material kann jederzeit entnommen werden, da das System nur der Dokumentation dient.

Sollte die Anwendung vorübergehend nicht erreichbar sein, kann die Entnahme wie bisher erfolgen und später nachgetragen werden.

Wer muss das System administrieren? +

Der administrative Aufwand ist sehr gering. Artikel können bei Bedarf durch einen oder mehrere Administrator im Backend gepflegt oder angepasst werden.

Im normalen Betrieb funktioniert das System weitgehend automatisch, da Entnahmen direkt beim Material dokumentiert werden.